Wir über uns
 

Das Frauenzentrum Schokoladenfabrik e. V. - vielen auch als "Schokofabrik" oder "Schoko" bekannt- befindet sich mitten im Bezirk Kreuzberg in den ausgebauten und sanierten Gebäuden einer ehemaligen Schokoladenfabrik.

Die Schoko ist Berlins größtes Frauenzentrum und bietet seinen Besucherinnen auf 1000qm und 6 Etagen eine einzigartige Mischung aus Beratung, Bildung, Dienstleistung und Freizeiangeboten. Außerdem wird ein Teil des Gebäudes als Wohnraum ausschließlich an Frauen vermietet.

Das Zentrum enstand in den 80er Jahren als ein Projekt der feministischen Frauenbewegung, mit dem Ziel der Förderung und Stärkung von Frauen, Lesben und Mädchen.

Die Schoko ist immer noch ein Ort für Kontakte und Kommunikation unter Frauen und für Frauen.

Frauen jeden Alters, unterschiedlicher Befähigungen, jeglicher Herkunft oder sexuellen Orientierung sind in der Schoko willkommen.

Die Finanzierung des Zentrums wird nur teilweise über öffentliche Gelder gedeckt.

Eine fördernde Mitfrauschaft ist schon ab 2,50 € pro Monat möglich. Auch einmalige Spenden sind jederzeit willkommen.

Wenn du beitreten willst, schreibe uns eine E-Mail.

Mitfrauenantrag hier zum Downloaden  [pdf-Datei]


 

Hier sind die Bereiche und Angebote auf einen Blick - schau doch mal rein:

Das türkische Bad "Hamam" mit finnischer Sauna, der Ort für Kommunikation und Körperpflege, wo frau sich entspannen und verwöhnen lassen kann.

Die Tischlereiwerkstatt, wo frau sich unter Anleitung am offenen Nachmittag selbst Möbel bauen und ihre Fähigkeiten in Holzverarbeitungskursen erweitern kann.

Die Sportetage für Selbstverteidigungskurse, Fitnesstraining und Gymnastik.

Der Treffpunkt, Bildung und Beratung für Frauen und Mädchen aus der Türkei und anderen Ländern, wo Deutschkurse, Nachhilfeunterricht, Mädchen- und Sozialarbeit in umfassendem Rahmen angeboten werden.

Die Tanzetage, wo frau Kurse in Paartanz, Kreistanz oder modernem Tanz (z.B.Butoh und Ausdruckstanz) belegen oder Körperarbeit, Yoga und Tai-Chi üben kann.

Der Bildungsbereich, mit Seminaren und Veranstaltungen zur feministischen, politischen Bildung.

Die Beratungsangebote: Sozial- und Rechtsberatung.

Der Kinderladen "Schokoschnute", für Kinder von 1-6 Jahren.


 

Projektgeschichte

Bis 1968 wurde das 2000 qm große Gebäude, das sich über zwei Kreuzberger Hinterhöfe erstreckt als Schokoladenfabrik genutzt. Danach stand es jahrelang leer und war dem Verfall preisgegeben.

Im Herbst 1980 entdeckten Frauen aus der feministischen und autonomen Szene die leerstehenden Fabrikgebäude der ehemaligen Schokoladenfabrik "Greiser und Dobritz" im Sanierungsgebiet Mariannenstraße/ Naunynstraße. Zu diesem Zeitpunkt waren die baulich noch gut erhaltenen Gebäude nach der geltenden Planungsgrundlage vom Abriß bedroht bzw. als Umsetzwohnungen vorgesehen.


Im Winter desselben Jahres bildete sich eine Initiativgruppe von interessierten Frauen, die konkrete Vorstellungen von einem Frauenstadtteilzentrum in der ehemaligen Schokoladenfabrik entwickelten.

1981 wurde das Gebäude besetzt und anschließend mit viel Engagement von Frauen aus der Frauenbewegung, mit neuen Konzepten der Stadterneuerung


80er Jahre: "Die Ruine als Filmkulisse"

und mit finanzieller Unterstützung durch öffentliche Stellen, Stiftungen und Privatpersonen in ein Frauenstadtteilzentrum umgebaut.

Ein Großteil der Bau- und Ausbauarbeiten wurde von Frauen gemacht. Im Herbst wurde der Verein "Frauenstadtteilzentrum Kreuzberg e.V." gegründet. Anliegen des Vereins war es, die theoretischen Ansätze der Frauenbewegung praktisch umzusetzen und einen Ort für die Interessen der im Stadtteil lebenden deutschen und türkischen Frauen zu schaffen.

Während der Jahre des Auf-und Ausbaus wurde die "Ruine" sehr vielseitig von Künstlerinnen und unterschiedlichsten Arbeitsgruppen genutzt. Die Schoko war ein Ort der Kommunikation, Kreativität und politischen Diskussionen. Es war eine Zeit der Entwicklung und ständigen Veränderung.


Bau des Ökodaches

1986 waren die Bauarbeiten beendet. Mit der Fertigstellung des Gebäudes etablierten sich nach und nach die noch heute bestehenden Teilbereiche des Frauenzentrums. 1988 wurde das Hamam eröffnet.

In den letzten Jahren hat sich die Schoko von einem Stadtteilzentrum hin zu einem bezirksübergreifenden Frauenzentrum entwickelt.

Zur Zeit arbeiten ca. 20 Frauen in der Schokofabrik.

 
 
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